Anleitung für die Tarnung 1933

Anleitung für die Tarnung 1933 - Reglement Schweizer Armee

Anwendung von Tarnnetzen und des Tarnanstriches.

20. Die Ordonnanz-Tarnnetze sind 4 m lang und 4 m breit. Ihre Maschenweite beträgt 4 cm. Die Netze können zusammengeschnürt und durch Pfähle derart gestützt werden, dass das Geschütz oder das Maschinengewehr sowie die Bedienungsmannschaft die nötige Bewegungsfreiheit erhalten.

Flache Form ohne scharfe Firsten, allmähliches Auslaufen des Netzbelages auf dem Boden ohne geradlinige Abgrenzung sind notwendig, um auffallende Schattenwirkungen zu vermeiden. Die Bedeckung der Netze muss sich nach Farbe und Art dem Umgelände anpassen. Die Ordonnanz-Tarnnetze können ersetzt werden durch requirierte Fischnetze, Drahtgitter, usw., die dann ebenfalls mit Zweigen, Gras, Schilf, Stroh, Tüchern, usw. durchflochten, bzw. behängt werden. Dabei ist zu beachten, dass liegende Grasbüschel oder Zweige mitten in aufrechtstehendem Gras oder Gebüsch leicht auffallen. Zur Verkleidung der Tarnnetze kommt auch verschiedenfarbiger Bast, der in grasartig aufstehenden Büscheln eingeknüpft oder eingebunden wird, zur Anwendung.

21. Als Tarnanstrich von Geschützen, Maschinengewehren und Fuhrwerken eignet sich am besten der grossfleckige Buntfarbenanstrich in erdgelber, grüner und brauner Farbe. Die grossen unregelmässigen Farbflecken werden zweckmässig mit 1-3 cm breiten schwarzen Rändern umgeben. Jede Fläche erhält je einen Fleck in den drei Farben, wobei jede Regelmässigkeit nach Grösse und Form vermieden werden muss. Dadurch, dass grosse Flecken einer Farbe über Kanten weg auf Räder und dergl. ausgedehnt werden, wird der normale körperliche Eindruck des Objekts verwischt.

Renault FT offizielle Bezeichnung

Der Renault FT Panzer wird vielerorts auch als "FT 17" bezeichnet. Dies ist jedoch keine offizielle Bezeichnung. Die Bezeichnung "FT 17" erscheint erstmals 1935 im "Heigl's Taschenbuch der Tanks". Dort wird der Panzer als "leichter Kampfwagen Renault M. 17 F.T." (Seite 282) oder als "leichter Kampfwagen Renault M. 18 F.T." (Seite 283) benennt.

Die Buchstaben "FT" wurden unterschiedlich interpretiert: "Faible Tonnage", "Faible Taille" oder sogar "Franchisseur de Tranchée" (Grabenüberwinder). Diese Namen sind jedoch alle falsch. Die Realität ist ganz banal: Es handelt sich um einen chronologischen Code der damaligen Renault-Produktion. Das Vorgängermodell war "FS" und das Nachfolgemodell "FU" (letzteres ist ein LKW, der für den Transport des Renault FT bestimmt war). Dieser Renault-Panzer trug während des Ersten Weltkriegs somit nie den Namen "FT 17" oder "FT 18".

Festung Nauders - Sperre Hochfinstermünz

wikipedia: Die Strassensperre Nauders in Österreich, auch Sperre Hochfinstermünz genannt, ist ein Festungsbauwerk zweieinhalb Kilometer nordwestlich der Ortschaft Nauders am Finstermünzpass in Nordtirol. Die Anlage wurde in der Zeit von 1834 bis 1840 an der Stelle einer alten Defensionsmauer errichtet und war das älteste bemannte Festungswerk im Verlauf des Ersten Weltkrieges auf österreichischer Seite. Die Festung Nauders liegt in einer Schlucht im ausspringenden Radius einer doppelten Kurve und gilt dadurch als praktisch unangreifbar. Es ist die einzige altösterreichische Befestigungsanlage aus der südlichen Sperrkette, welche sich noch auf österreichischem Boden befindet. Das Werk war nicht in Kampfhandlungen verwickelt und ist daher sehr gut erhalten. 

Führungen werden Abhängig von den Jahreszeiten 2mal wöchentlich angeboten (keine Anmeldung notwendig). Von aussen ist die Festung jederzeit besuchbar. Parkieren kann man sein Auto direkt vor der Festung oder auf der gegenüberliegenden Strassenseite (Einfahrt ca. 100 m weiter oben nach der Galerie). Dort befinden sich in einer eingezäunten Aussenausstellung auch noch drei verschiedene Kampfpanzer, darunter ein T34/85, ein M24 Chaffee und ein österreichischer Kürassier-Jagdpanzer SK-105 sowie Türme von Kampfpanzern. In der Festung selber befinden sich verschiedene Geschütze, darunter eine restaurierte 7,5cm Pak 40 der Wehrmacht und ein Ford GPW Jeep. Hier findet man ein paar weitere Bilder.

Vinschgau.net: Die historische Grenzbefestigung am Reschenpass (zwischen Österreich und Italien, nähe Nauders) ist beliebtes Ausflugsziel für Geschichtsinteressierte. Zum Schutz vor einer Invasion Hitlers wurde Ende der 1930er-Jahre entlang der Reschengrenze eine umfangreiche Verteidigungslinie aus Panzersperren und Bunkeranlagen, aus Nachschubstrassen und Gefechtsständen, angelegt. Die deutsche Expansionspolitik nach Süden, die mit dem Anschluss Österreichs am 13. März 1938 ihren Höhepunkt erreichte, brachte Italien und Deutschland in direkten Kontakt.
Die Uneinigkeit der beiden Staaten in Bezug auf Südtirol und die schwankende faschistische Politik, die einmal für Deutschland war, dann wieder in abwartender Haltung und neutral, veranlassten den Duce im November 1939 den Befehl zu erteilen, sofort mit ausgedehnten Befestigungsarbeiten an der Nordgrenze zu beginnen. Ende Januar 1940 gab es in Südtirol ein erstes Verteidigungssystem mit 66 Anlagen, die noch fertig zu stellen oder zu vergrößern waren. Der Bau dieses Alpenwalls schritt – wenn auch nur langsam – während des gesamten Jahres 1941 bis zum Frühjahr 1942 fort. Im Oktober 1942 fand der wiederholte Protest des Deutschen Reiches endlich Gehör und ab 15. Oktober 1942 wurden alle Bauarbeiten sofort eingestellt.

Der kostenlose Parkplatz befindet sich beim Sportplatz (Campo Sportivo) in Reschen am See IT. Danach macht man einen kurzen Fussmarsch von keinen 10 Minuten zum Bunker Nr. 20. Der Weg ist beschildert, der Bunker ist fast neben der Etsch-Quelle.

Der Bunker kann von aussen jederzeit besichtigt werden. Um ihn von innen zu sehen, werden jahreszeitenabhängig wöchentlich nach Anmeldung Führungen vom lokalen Tourismusbüro angeboten.

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