Posts mit dem Label Panzer werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Panzer werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Herkunft des Pz IV im Militärmuseum Full

Quelle 8.2.2026: facebook.com

Das Schweizerische Militärmuseum in Full besitzt seit ein paar Monaten einen Panzer IV, der vorher jahrzehntelang in Thun im Outdoor Museum gezeigt wurde. Dieser wird nun äusserlich restauriert. Die ursprüngliche Herkunft des Fahrzeugs konnte geklärt werden. Aufgrund dessen, dass das Fahrzeug durch die «Forces Françaises de l'Intérieur (FFI)» verwendet wurde, kann angenommen werden, dass es mit der «L'escadron autonome Besnier» ab August 1944 einen Zweitnutzer fand. Dies geht aus in alten Fotos sichtbaren Markierungen (Trikolore) am Fahrzeug in Thun hervor.

Daraus kann geschlossen werden, dass der sich neu im Militärmuseum Full befindliche Panzer IV im Zuge der alliierten Operation «Cobra» anfangs August 1944 südlich von Caen in der Normandie in der Kesselschlacht von Falaise aufgegeben und von den Franzosen erbeutet wurde. Bis dahin wurde der Panzer durch die 12. SS Panzer Division «Hitlerjugend» oder durch die 1. SS Panzer Division «LSAH» verwendet, welche in der Region Falaise eingesetzt wurden.

Hinsichtlich Herstellung und Fahrgestellnummer ist das Museum noch auf der Suche, jedoch scheinen die Erfolgschance gering zu sein. Lediglich die Nummer der Panzerwannen-Herstellers (Eisen- und Hüttenwerk Bochum, Markierung 100204 dxt) wurde gefunden.

Die Restaurierung wird in den kommenden Monaten vorangetrieben mit dem Ziel, dass das Fahrzeug mit der Einweihung der neuen Museumshalle im April 2027 dem Publikum gezeigt werden kann. Ziel ist es, den Pz IV äusserlich mit allen einzelnen Details zu komplettieren und den Zustand anlässlich seiner Aufgabe im Kessel von Falaise von 1944 wiederherzustellen. Aktuell fehlen noch diverse Teile wie Sichtglasblock Fahrer, Antenne, Kasten für Reservelaufrollen und Heckkasten Turm (Rommelkiste). Vor Anbringung des Tarnanstrichs wird der originalgetreue Zimmeritbelag aufgetragen, wie er noch an verschiedenen Stellen oberhalb des Fahrwerks zu erkennen ist.

Nibelungenwerk Österreich

Hinweis von Frank Bullitt: Wenn die hintere obere Platte noch die Originalplatte ist, dann wurde dieser Panzer IV J vom Nibelungenwerk in St. Valentin Österreich hergestellt. Die Schweissspuren für 6 Klammern zur Befestigung von 3 Ersatzketten sind noch sichtbar und ein typisches Merkmal der Nibelungenwerke. Die «Besnier-Gruppe» hatte etwa 11 Panzer IV im Einsatz, daher könnte es sich um einen davon handeln, aber einen hundertprozentigen Beweis dafür zu finden, wird schwierig sein.

Meine Aufnahme vom September 2023 im Outdoor Panzermuseum Thun.
 

Meine Aufnahme vom Januar 2016 im Outdoor Panzermuseum Thun.

Meine Buchempfehlungen für Weihnachten 2025

Weihnachten naht bald, wer ist da nicht schon auf der Suche nach Geschenken für seine Liebsten? Dieser Suche kann gerne geholfen werden. Die letzten zwei Buchprojekte, wo ich mitgearbeitet habe, sind noch in geringen Stückzahlen direkt beim Verein Schweizer Armeemuseum erhätlich.

Fahrzeuge der Schweizer Armee


Das Standardwerk über die beschafften Rad- und Raupenfahrzeuge von 1900 bis 2020, die jemals in der Schweizer Armee liefen. Flugzeuge und Helikopter werden natürlich auch kurz behandelt, selbstverständlich mit den dazugehörenden Flugzeugschleppern. Die Autoren sind Markus Hofmann, Max Martin und Christoph Zimmerli. Hier ein längerer Beschrieb dazu.

Der Jeep erobert die Schweizer Armee

 

Nik Oswald und Christoph Zimmerli haben akribisch alle jemals beschafften Jeepmodelle der Schweizer Armee seit 1945 recherchiert. Stückzahlen, Verträge, aus welchen Alliierten Surplus Lagern die Willys MB und Ford GPW stammten, Spezialversionen, Schweizer Helvetisierungen usw. Unterstützt wird das ganze durch mehrheitlich unveröffentlichte zeitgenössische Pressebilder aus dem Ringier-Archiv. Alleine diese Auswahl von über 100 profesionellen Pressebildern lässt das Herz jedes Jeep-Fans höher schlagen. Übrigens, für unsere französisch-sprachigen Willys, Ford und Kaiser Fans gibt es das Buch komplett auf Französisch, professionell übersetzt. Mehr Infos in diesem Blogbeitrag.

Die Panzer der Schweizer Armee seit 1921 - Neuerscheinung 2025

Das Standardwerk von Urs Heller über die Schweizer Kampfpanzer, vom Renault FT von 1921 bis zum Leopard 2 WE. Alle Panzer werden akribisch beschrieben und teilweise mit zahlreichen Detailfotos für Modellbauer dargestellt. 680 Bilder auf knapp 500 Seiten. Diese Zahlen sprechen für sich alleine. Mehr Infos in diesem Blogbeitrag.

 

Die verschiedenen Teilstreitkräfte der Schweizer Armee vorgestellt in drei Minuten, veröffentlich 2012. 


 

M109 bei der Truppenübung LUKRETIA

Truppenübung LUKRETIA im Bündnerland 1984

Unter der Leitung von Divisionär K. Lipp, dem Kommandanten der Felddivision 7, findet in der Woche vom 9. Oktober 1984 im Bünderland die Truppenübung LUKRETIA statt, an der rund 2300 Wehrmänner teilnehmen. Dieses Bild zeigt eine Nahverteidigungsübung einer Panzerhaubitzbatterie in Hinterrhein GR.

 


M31 B2 im Panzermuseum Thun

M31 B2, Tank Recovery Vehicle (TRV), in der Schweiz

Bild- und Textquelle: http://the.shadock.free.fr

 

Obiges Bild zeigt den M31 T2, der auf dem M3A5 General Lee basiert. Dieser war bis Frühling 2025 in der Sammlung Historische Panzer in Thun ausgestellt. Seither befindet er sich im Militär- und Festungsmuseum in Full-Reuenthal AG.

Dieses Exemplar und einige andere überlebende Fahrzeuge wurden mit der Seriennummer gesehen, die sowohl auf der vorderen als auch auf der hinteren Abschleppöse eingeprägt ist. Jeder, der nach Seriennummern sucht, sollte das, was auf den hinteren Abschleppösen steht, als die wahre Seriennummer betrachten. Eine Reihe von überlebenden Lees, Shermans, Priest usw. wurden mit Ersatzdifferentialgehäusen nachgerüstet. Der Thuner hat tatsächlich sein Originaldifferential, da sowohl auf der vorderen als auch auf der hinteren Nase die Nummer «68» eingestanzt ist. Wenn die Produktionstheorie stimmt, wäre dieses Fahrzeug im Mai 1943 auf Dieselmotor umgerüstet worden und hätte die Nummer USA 4096665 erhalten.

Gemäss Facebook-Eintrag des Militärmuseums vom 4. Mai 2025 wurde das Fahrzeug während dem Krieg an Frankreich bzw. «Forces francaises libres FFL / Freie Französische Streitkräfte» abgegeben und diente mindestens bis Ende des Zweiten Weltkrieges bei der FFL. Dies aufgrund der noch erkennbaren Markierung des Lothringer Kreuzes in den späten 1970iger Jahren. Anschliessend wurde das Fahrzeug von Frankreich an die Schweiz, zwecks Studienobjekt für den Panzerbau der lokalen Industrie, abgegeben.
 
Der Zustand nach über 70 Jahren im Freien ist dementsprechend schlecht und diverse Teile sind während den Jahren verloren gegangen. Das Fahrzeug ist im Innenraum teilweise noch ausgerüstet (Getriebe, Fahrerplatz, Seilwinde, variantenspezifische Ausrüstungen). Der Motorraum wurde jedoch während den Jahren komplett ausgeräumt. Das Fahrzeug wird ebenfalls der Instandsetzung zugeführt und ist ab 2026/27 in der neuen Museumshalle in Full-Reuenthal zu sehen.
 
Hier noch ausgestellt auf dem Thuner Waffenplatz (August 2024):


Die Rückseite fotografiert in Thun im Mai 2012 von Massimo Foti:

Panzer der Schweizer Armee seit 1921 - Urs Heller

Die Panzer der Schweizer Armee seit 1921 - Neuerscheinung 2025

Die Kampfanzer sowie Unterstützungspanzer

Urs Heller ist der Betreiber der Webseite militaerfahrzeuge.ch mit tausenden von Fahrzeugdaten sowie Autor des bekannten Buches «Die Panzer der Schweizer Armee von 1920 bis 2008». Bereits veröffentlicht im Jahre 2008 hat die Erstausgabe nun einen immens ausgebauten Nachfolger erhalten. Urs hat seit Jahren in verschiedenen Archiven und in neu zugänglichen Unterlagen im Schweizerischen Bundesarchiv in Bern viele neue Details zu den Kampf- und Unterstützungspanzern der Schweizer Armee recherchiert. Akribisch wird die Beschaffungsgeschichte der einzelnen Panzertypen beschrieben und mit reichlich Bildmaterial unterlegt.

Folgende Panzertypen werden u.a. beschrieben:

  • Renault FT
  • Panzerjäger G13
  • AMX-13 Leichtpanzer 51
  • Pz 57 Centurion
  • Entp Pz 65/88 
  • Pz 87 Leo
  • BPz Büffel
  • Brü Pz Leo

Buchdetails:

  • Format A4
  • 496 Seiten
  • 120 s/w-Bilder
  • 560 Farbbilder
  • Fahrzeugbeschreibungen sowie technische Daten
  • Gewicht des Buches 2,3 kg

Die neue Panzer-Bibel ist nur direkt beim Autoren Urs Heller erhältlich. Fr. 97 plus Fr. 13 für sichere Verpackung und Portokosten innerhalb der Schweiz.




 

Rüstungsprogramme ab 1951

Bei der online Bibliothek von alexandria.ch findet man eine Übersicht über alle Rüstungsprogramme bzw. Armeebotschaften ab 1951. Es werden detailliert alle Beschaffungen aufgelistet. 

Rüstungs- und Sonderprogramme ab 1951 (Rüstungsmaterial-Beschaffungen in Mio CHF) [erstellt durch den Bereich I&D der Bibliothek am Guisanplatz] / Rüstungsprogramm-Übersicht 1951-2023

Mowag Piranha 10×10 AGM für Schweizer Armee

Als Nachfolger der M109 Panzerhaubitzen evaluiert die Schweizer Armee das RCH 155 auf Boxer-Chassis und dasselbe Artillery Gun Module (AGM) von KMW auf einem Schweizer Mowag Piranha IV 10×10 Fahrgestell der GDELS. 

 
 
Am 30. Mai 2023 hat Nicholas Drummond bei twitter obiges Prospektbild veröffentlicht. Es zeigt das AGM auf einem 10×10 Fahrgestell (scheint ein masstabsgetreues Modell zu sein), nicht wie erwartet auf einem 8×8 Fahrgestell.

Daten:

  • Highly-mobile, armoured wheeled howitzer with unmanned fully automated and remote controlled Artillery Gun Module (AGM) on combat proven Piranha IV chassis
  • Superior range and area coverage by 360 degrees target engagement at all ranges
  • Utmost «Shoot and Scoot 2.0» capability by firing on the move, real MRSI (Multiple Rounds Simultaneously Impact) within 2 sec. and engagement of moving targets
  • Autonomy in navigation and fire control (derived of PzH 2000)
  • Fully automated gun laying and loading of projectiles and modular charges (with inductive fuze setting

Automatische Übersetzung:

  • Hochmobile, gepanzerte Radhaubitze mit unbemanntem, vollautomatischem und ferngesteuertem Artilleriegeschützmodul (AGM) auf kampferprobtem Piranha IV-Fahrgestell
  • Überlegene Reichweite und Flächendeckung durch 360-Grad-Zielbekämpfung auf allen Entfernungen
  • Höchste "Shoot and Scoot 2.0"-Fähigkeit durch Feuern aus der Bewegung, echtes MRSI (Multiple Rounds Simultaneously Impact) innerhalb von 2 Sekunden und Bekämpfung von beweglichen Zielen
  • Autonomie in Navigation und Feuerleitung (abgeleitet von PzH 2000)
  • Vollautomatisches Verlegen und Laden von Geschossen und modularen Ladungen (mit induktiver Zündereinstellung)

Weitere Bilder im Internet:

Der Verein Schweizer Armeemuseum (VSAM) führt die Vortragsreihe zu allgemeinen, militärhistorischen oder militärtechnischen Themen ab Januar 2024 mit neuen spannenden Themen und Referenten weiter. Die Anlässe bestehen jeweils aus einem Vortrag und im Juli auch aus einem Besuch des betreffenden Ausstellungsteils der Fahrzeugsammlung Burgdorf. Die Vorträge finden immer an einem Mittwoch statt.

  • 31.01.2024 Das Labor Spiez: Aufgaben und Tätigkeiten im Wandel der Zeit. Referent: Dr. Kurt Münger, Chef Leitungsaufgaben Labor Spiez, Bern
  • 20.03.2024 Das Freiwillige Automobilkorps (FAK) im 1. Weltkrieg. Referent: Jürg Burlet, pens. Kurator Nationalmuseum, Oetwil a. S.
  • 22.05.2024 Die Geschichte der Schweizer Fliegerabwehr. Referent: Beat Benz, Vorstand Verein der Freunde der Schweizerischen Luftwaffe (VFL), Effretikon
  • 10.07.2024 125 Jahre Motorisierung der Schweizer Armee. Referent: Markus Hofmann, Autor, Vordemwald. Besammlungsort: 1850 Uhr Ausbildungszentrum Berner Baumeisterverband (Ziegelgut 3D, 3400 Burgdorf –  bei der Abzweigung in die Militärstrasse)
  • 25.09.2024 Die Fortifikation Hauenstein im 1. Weltkrieg. Referent: Christoph Rast, Präsident a.i. Fortifikation Hauenstein, Olten
  • 20.11.2024 Schweizer Panzer gestern und heute mit aktuellem Blick ins Ausland. Referent: Markus Werren, BU LVb Pz/Art, Thun

Die Vorträge finden – ausser am 10. Juli 2024 – im Vortragssaal der Instandhaltungsschulen 43 in Thun statt. 

  • Treffpunkt: Jeweils 18.45 Uhr auf dem Parkplatz der ehemaligen Soldatenstube 3 Tannen an der Allmendstrasse in Thun. Beginn jeweils 19 Uhr – Dauer jeweils ca. 1,5 Stunden.
  • Anfahrt Strasse: an der Ampel vor der Oberlandbrücke Richtung Steffisburg rechts abbiegen (Zuweisung der Parkplätze vor Ort)
  • Anreise öV: ab Bahnhof Thun mit Buslinie 4 bis Haltestelle "Kleine Allmend".

Anleitung für die Tarnung 1941

Anleitung für die Tarnung 1941 (prov.) - Reglement Schweizer Armee

17. Einzelne Fahrzeuge sind auf dem Gefechtsfeld unter Ausnützung aller natürlichen und künstlichen Tarnmittel fortzubewegen. Ist man gezwungen, durch offenes Gelände zu fahren, so hält man sich an bestehende Geländelinien, wie Feldwege, Ackerränder usw. Helle, weitsichtbare Blachen sind zu entfernen oder mit Aesten und dergleichen zuzudecken. Grosse Strassen sind zu vermeiden. Müssen solche benützt werden, dann ist so zu fahren, dass der Schatten des Fahrzeuges nicht auf die helle Strasse geworfen wird. Werden feindliche Flieger erkannt, dann entziehen sich einzelne Fahrzeuge oder Reiter oft besser der Beobachtung, wenn sie rechtzeitig anhalten und bewegungslos verharren, als durch Flucht unter eine Maske. Dies gilt insbesondere im Gebirge (z. B. auf Weiden), wo Infanterie und selbst Artillerie im Gefecht sich oft nur durch die Bewegung verraten.

Stillstehende Fahrzeuge sind im Schatten oder unter Bäumen und Einfahrten unterzubringen. Gegebenenfalls sind sie mit Tarnnetzen zuzudecken. Windschutzscheiben von Motorfahrzeugen können auf grosse Entfernung erkannt werden.

22. Eisenbahntransporte, Schiffstransporte und Transporte mit Motorlastwagen sind in der Regel bei Nacht auszuführen.

Bei Eisenbahntransporten ist die Beleuchtung der Stationen und der Bahnsignale auf das unumgänglich Notwendigste einzuschränken. Die Bereitstellung der Truppe zum Verlad hat unter Ausnützung sämtlicher Masken gegen Fliegersicht möglichst dezentralisiert zu erfolgen. Soll der Gegner über den Charakter des Transportes im Zweifel gelassen werden, so sind die beladenen offenen Güterwagen mit Blachen oder Tarnnetzen zu decken. Um die Fahrrichtung zu tarnen, wird die Lokomotive erst kurz vor der Abfahrt vorgehängt.

Die Bereitstellung von Motorlastwagenkolonnen und der Verlad auf diese hat dezentralisiert und in kleinen Gruppen zu erfolgen. Hierzu eignen sich in der Nähe der Marschstrasse gelegene Wälder. Die Aufstellung der Fahrzeuge soll keinen Anhaltspunkt für die Fahrrichtung geben. In gleicher Weise sind die Fahrzeuge bei Marschhalten gegen Fliegersicht zu tarnen. Zur Bereitstellung sind Ortschaften wenn immer möglich zu vermeiden, denn die einzelnen Lastwagen und die Bewegungen lassen sich hier nur ungenügend tarnen, und die durch einen Luftangriff entstandenen Zerstörungen können eine Weiterfahrt in Frage stellen.

Motorlastwagenkolonnen fahren in kleinen Paketen. Bei Fliegerangriff beschleunigen sie das Tempo und vergrössern die Abstände. Bei Nacht versuchen sie so rasch wie möglich aus dem Bereiche der Beleuchtungsmittel herauszukommen.

26. Tarnnetze sind keine eigentlichen Tarnmittel, sondern dienen dazu, andere Mittel der Tarnung zu tragen. Nach der Grösse der Tarnnetze werden zwei Modelle unterschieden:

a) Grösse 4 × 4m für Artillerie, mit:

  • 16 grossen Kauschen (Aluminiumringen) und ebensovielen Seilschlaufen am Umfang,
  • 16 Holzkloben an ca. 50 cm langen Schnüren und zwischen den Kloben je 2 Bindeschnüre (Total 32 am Umfang) in der Länge von ca. 30 cm,
  • 13 kleinen Kauschen (Aluminiumringen) an den Diagonal- und Querkreuzseilen verteilt,
  • 8 Befestigungsseilen in der Länge von 4 m,
  • 1 Netzsack zum Aufbewahren des Tarnnetzes

b) Grösse 2 × 2m für Infanterie und leichte Truppen, mit:

  • 8 grossen Kauschen und Seilschlaufen am Umfang,
  • 8 Holzkloben an ca. 50 cm langen Schnüren und
  • 8 Bindeschnüren,
  • 5 kleinen Kauschen an den Diagonal- und Querkreuzseilen verteilt,
  • 4 Befestigungsseilen in der Länge von 3 m,
  • 1 Netzsack zum Aufbewahren des Tarnnetzes.

Die Maschenweite beträgt bei beiden Modellen 4 cm. Das ganze Geflecht ist grün gestrichen.

27. Die Art der Verwendung ist bei beiden Modellen im Prinzip die gleiche. Die Einzelteile dienen folgenden Zwecken:

  • Maschen: Zum Einflechten von Tarnmaterial.
  • Kauschen: Zum Einstecken zugespitzter Pflöcke zum Stützen des Netzes.
  • Seilschlaufen: Zum Anbringen der Befestigungsseile.
  • Kloben und Bindeschnüre: Zum Zusammenbinden mehrerer Tarnnetze und zum Ausgleichen beim Spannen des Netzes.
  • Befestigungsseile: Zum Spannen und zur Verankerung des Tarnnetzes an eingeschlagenen Pflöcken oder an Bäumen.

Die Art des Spannens der Tarnnetze richtet sich nach der Form des Umgeländes. Auf ebener Erde ist es straff und zur Vermeidung der Schattenbildung möglichst flach auszuspannen.

Der Rand des Netzes soll bis zur Erde reichen. Deshalb ist meist das Eingraben der zu tarnenden Waffe erforderlich.

Im durchschnittenen Gelände lassen sich die Formen des Umgeländes durch Unterstützen des Netzes mit verschieden hohen Pfählen, allenfalls auch durch das Erstellen eines Gerippes aus starken Drähten nachahmen. Das Tarnnetz darf die Bedienung der Waffe oder des Gerätes nicht behindern. Bei schweren Waffen und solchen mit Mündungsbremse ist es sehr stark zu verankern, nötigenfalls auch für das Schiessen teilweise oder ganz wegzuräumen.

28. Das auf dem Tarnnetz zu befestigende Material wird gewählt nach dem Charakter der Bodenbedeckungen des Umgeländes und nach der verfügbaren Zeit. Blosses Auflegen von geschnittenem Gras oder flaches Einflechten von Schilf und Aehnlichem schützt, sofern diese Mittel in der Farbe dem Umgelände angepasst sind, zwar vorübergehend einigermassen vor der Beobachtung von blossem Auge, nicht aber vor dem Entdecktwerden auf der Photographie. Die beste Tarnung wird erreicht, wenn je nach Umgelände Grasbüschel, Stauden oder Aehnliches aufrecht und derart in die Maschen eingeflochten werden, dass die gleiche Schattenbildung wie in der Natur erzielt wird und dass die Oberfläche des Netzes zu 40 bis 50 Prozent mit diesen Mitteln bedeckt ist. Anstelle von frischen Pflanzen, die rasch austrocknen, können auch am Schatten getrocknetes Sumpfgras, Raphia oder Bast, die zu Bündeln zusammengebunden und gefärbt wurden, Verwendung finden. Weil mit all diesen Mitteln meist keine genügend starke Schattenbildung erreicht werden kann, sind sie von vornherein dunkler zu halten als das Umgelände.

30. Der Helmüberzug soll in erster Linie den Reflex der Lichtstrahlen auf der glatten Oberfläche des Helmes verhindern. Die bunte kleinfleckige Tarnbemalung des Stoffes ist auf der einen Seite vorwiegend grün, auf der Rückseite überwiegend braun. Die Färbung allein gestattet aber noch kein vollständiges Anpassen an das Umgelände, weil die Umrisse des Helms auch auf grössere Entfernung zu erkennen sind. Zur Verwischung dieser Umrisse werden Gras oder Zweige in die eigens hierzu aufgenähten Schlaufen eingesteckt.

31. Wie die Heimüberzüge, so sind auch die Zelteinheiten mit einem kleinfleckigen Tarnanstrich versehen. Auf der einen Seite überwiegt das dunkle Grün, auf der andern das helle Braun. Je nach der Farbe des Umgeländes ist die eine oder die andere Seite vorteilhafter. Die Zelteinheit kann als Tarnmantel getragen werden. Sie verwischt einigermassen die Konturen des Mannes und gleicht sich der Farbe des Umgeländes besser an als die einheitlich feldgraue Uniform.

Zelte aus tarnbemalten Zelteinheiten können zwar der Beobachtung von blossem Auge entgehen, sie werden aber auf der Photographie als helle Flächen festgehalten. Es ist daher angezeigt, stets die dunkle Seite nach aussen zu kehren und die Flächen durch Auflegen von Aesten zu tarnen.

33. Buntanstrich tarnt nur gegen Beobachtung von blossem Auge. Die Photographie unterscheidet keine Farben; sie reagiert nur auf Hell und Dunkel. Der kleinfleckige Buntanstrich hat den Zweck, die Farben verschwimmen zu lassen. Die einzelnen Farbflecke sind regelmässig gross und die Farben wiederholen sich. Bereits auf kurze Beobachtungsdistanz bilden die verschiedenen Farben zusammen einen Mischton, der sich in die Farbe des Umgeländes einfügt. Dieser Anstrich eignet sich zur Tarnung kleinster Objekte, wie Helmüberzüge und Zelteinheiten. Der grossfleckige Buntanstrich soll die Form des Objektes zerreissen. Die einzelnen Farbflecke sollen unregelmässig geformt sein, vorzugsweise als schmale Streifen. Der Kontrast zwischen Hell und Dunkel muss möglichst gross sein. Die einzelnen Streifen, vor allem die hellen, sind über Kanten und Ecken hinaus fortzusetzen. Dieser Anstrich eignet sich zur Tarnung von Schutzschilden, Protzen, Geschützen. Für den Buntanstrich sind Farbenzusammenstellungen von Gelb, Dunkelgrün, Feldgrau und Rotbraun günstig.

34. Der einheitlich dunkle Anstrich (dunkelgrün oder schattenschwarz) hat den Zweck, grössere Objekte der Luftbeobachtung und möglichst auch der Photographie aus der Luft zu entziehen. Er dient für die Tarnung von Gebäuden, von Rollfeldern auf Flugplätzen und von Blachen der Motorfahrzeuge. Die Bemalung der Blachen von requirierten oder bundeseigenen Motorfahrzeugen darf nur mit Bewilligung des Kommandanten des Motorfahrzeugparks erfolgen. Dieser bestimmt auch, welche Mischung zu verwenden ist; denn je nach dem Farbstoff verliert die Blache sehr rasch ihre Wasserdichtigkeit und das Gewebe kann Schaden nehmen.

Anleitung für die Tarnung 1933

Anleitung für die Tarnung 1933 - Reglement Schweizer Armee

Anwendung von Tarnnetzen und des Tarnanstriches.

20. Die Ordonnanz-Tarnnetze sind 4 m lang und 4 m breit. Ihre Maschenweite beträgt 4 cm. Die Netze können zusammengeschnürt und durch Pfähle derart gestützt werden, dass das Geschütz oder das Maschinengewehr sowie die Bedienungsmannschaft die nötige Bewegungsfreiheit erhalten.

Flache Form ohne scharfe Firsten, allmähliches Auslaufen des Netzbelages auf dem Boden ohne geradlinige Abgrenzung sind notwendig, um auffallende Schattenwirkungen zu vermeiden. Die Bedeckung der Netze muss sich nach Farbe und Art dem Umgelände anpassen. Die Ordonnanz-Tarnnetze können ersetzt werden durch requirierte Fischnetze, Drahtgitter, usw., die dann ebenfalls mit Zweigen, Gras, Schilf, Stroh, Tüchern, usw. durchflochten, bzw. behängt werden. Dabei ist zu beachten, dass liegende Grasbüschel oder Zweige mitten in aufrechtstehendem Gras oder Gebüsch leicht auffallen. Zur Verkleidung der Tarnnetze kommt auch verschiedenfarbiger Bast, der in grasartig aufstehenden Büscheln eingeknüpft oder eingebunden wird, zur Anwendung.

21. Als Tarnanstrich von Geschützen, Maschinengewehren und Fuhrwerken eignet sich am besten der grossfleckige Buntfarbenanstrich in erdgelber, grüner und brauner Farbe. Die grossen unregelmässigen Farbflecken werden zweckmässig mit 1-3 cm breiten schwarzen Rändern umgeben. Jede Fläche erhält je einen Fleck in den drei Farben, wobei jede Regelmässigkeit nach Grösse und Form vermieden werden muss. Dadurch, dass grosse Flecken einer Farbe über Kanten weg auf Räder und dergl. ausgedehnt werden, wird der normale körperliche Eindruck des Objekts verwischt.

Renault FT offizielle Bezeichnung

Der Renault FT Panzer wird vielerorts auch als "FT 17" bezeichnet. Dies ist jedoch keine offizielle Bezeichnung. Die Bezeichnung "FT 17" erscheint erstmals 1935 im "Heigl's Taschenbuch der Tanks". Dort wird der Panzer als "leichter Kampfwagen Renault M. 17 F.T." (Seite 282) oder als "leichter Kampfwagen Renault M. 18 F.T." (Seite 283) benennt.

Die Buchstaben "FT" wurden unterschiedlich interpretiert: "Faible Tonnage", "Faible Taille" oder sogar "Franchisseur de Tranchée" (Grabenüberwinder). Diese Namen sind jedoch alle falsch. Die Realität ist ganz banal: Es handelt sich um einen chronologischen Code der damaligen Renault-Produktion. Das Vorgängermodell war "FS" und das Nachfolgemodell "FU" (letzteres ist ein LKW, der für den Transport des Renault FT bestimmt war). Dieser Renault-Panzer trug während des Ersten Weltkriegs somit nie den Namen "FT 17" oder "FT 18".

Handbuch des Renault FT

Bei Gallica gibt es ein rares Handbuch des Renault FT von ca. 1918 zur Vorschau und Download:

Manuel pratique du char Renault / Lieutenant Goutay / 148 Seiten / Paris



 

Renault FT Seriennummern

Seriennummern der Renault FT Tanks

Auf FT-Tanks sind oft zwei verschiedene Nummern zu finden, eine Werksnummer (vier-stellig) und die offizielle Zulassungsnummer (fünf-stellig). Die zulässigen Bereiche dieser Nummern sind aufgeführt in: Anmerkung Nr. 410 836 1/SA Ministerium für Rüstung und Kriegsproduktion/Automobildienstleitung/Ausrüstung vom 1. Oktober 1917 (Quelle landships.info)

Ich beehre mich, Ihnen mitzuteilen, dass die leichten Renault-Panzer, die an die Armee geliefert werden, von mir in den Serien 66001 bis 75000 registriert werden.

  • Renault Panzer in Nr. 66xxx - 67xxx - 68xxx
  • Schneider / Somua Panzer in Nr. 69xxx
  • Delaunay-Belleville Panzer in Nr. 70xxx
  • Berliet Panzer in Nr. 73xxx 

Die Nummerierung der einzelnen Hersteller findet sich in der Regel wie in der Nummerierung des Panzers. Der Tank mit Werksnummer 0001 bei Renault ist Nr. 66001 und somit Werksnummer 2000 ist Nr. 68000. (Referenz: SHD Vincennes - Box 16 N 2130)

  • Renault-Tanks Nr. 0001-2000
  • Schneider-Tanks / Somua Nr. 3001-3601
  • Delaunay-Belleville-Tanks Nr. 4001-4281
  • Tanks Berliet Nr. 2001-2801

Die Schweizer Armee hat 1921 zwei Occasions-Renault FT gekauft, und 1940 nochmals drei Stück. Ein Exemplar hat überlebt und wurde bis im Jahr 2009 fachmännisch restauriert und wieder fahrbar gemacht. Dieses befindet sich im Besitze der Stiftung HAM und ist öffentlich zugänglich. Von den fünf Schweizer Tanks sind von vier die fünf-stelligen französischen Zulassungsnummern bekannt. Eine Zulassungsnummer fehlt bisher noch und konnte leider anhand von Bildern noch nicht identifiziert werden.

Wer noch ein original Handbuch Renault FT vom April 1918 sucht: https://forum.pages14-18.com/viewtopic.php?t=52693

Hier der restaurierte Schweizer Renault FT bei einer Ausstellung im Museum im Zeughaus, Schaffhausen 2013. Bild von Massimo Foti.

M113 im Schweizer Soldat Dez 2022

Eines meiner Bilder hat es als Titelbild auf das Cover des SCHWEIZER SOLDAT geschafft. Ausgabe Dezember 2022. Das Bild der Sappeur Schützenpanzer entstand am Sonntag 27.11.2022 in Reitnau AG/Schweiz während der Übung PILUM22. In dieser Ausgabe findet man nicht nur einen drei seitigen Bericht über die Volltruppenübung, sondern auch über 50 Jahre Pz Hb M109 in der Schweizer Armee.

Pilum22 Video aus Brunegg AG

Hier ein Video vom Dienstag 22. November 2022 bei der Vianco Arena in Brunegg AG. Es sind Büffel und Leguan Brückenlegepanzer des Pz Sap Bat 11/3.

PILUM22 Sempachersee - Wolhusen

Darum rollen bald Panzer um den Sempachersee

22.11.2022: Interview mit Oberstlt Marc Ramel, Chef Kommunikation Mechanisierte Brigade 11, mit zentralplus.ch

Unter realen Bedingungen den Ernstfall üben Ziel von «Pilum 22» ist, dass die Truppen – bestehend aus vier mechanisierten Bataillonen, dazu ein Logistikbataillon sowie eine Gebirgsinfanteriekompanie – den Ernstfall unter möglichst realen Bedingungen üben können. Das gehe von der Planung der Kader über die Kommunikation bis zu den Panzerfahrern. «Wir üben viel auf den Waffenplätzen, doch ein Einsatz im zivilen Umfeld stellt uns vor ganz andere Herausforderungen.» Beispielsweise wie man mit dem Panzer durch die Strassen rattert, während gleichzeitig Luzernerinnen zur Arbeit fahren. Dabei gebe es in der Theorie klare Abläufe – ein Sicherheits-Detachement fahre voraus und sperrt etwa Kreisel ab. Diese gelte es jedoch auch in realen Bedingungen zu üben, die eine Planung über den Haufen werfen könnten. «Zwar hat die Übung ein Drehbuch, es ist jedoch kein Theaterstück», betont der Oberstleutnant.

Dementsprechend könne die Armee auch erst kurzfristig über geplante Panzerfahrten oder Truppenverschiebungen informieren. Derzeit befinde sich die Übung in einer vorwiegend stationären Phase. Zuerst beziehen die Truppen Bereitschaftsräume. Dort ziehen sie zuerst Sicherungen auf und üben, wie sie Leute unterbringen können.

Vor allem im Raum Sursee unterwegs

Im Raum Luzern seien grundsätzlich «schwere Mittel» – also vor allem Panzer – unterwegs. Dabei fahre ein ganzes Panzerbataillon vom Wiggertal in Richtung Wolhusen. Es fahre unter anderem auch um den Sempachersee. In der Stadt Luzern seien keine Übungen geplant, erklärt Ramel. «Kurz vor Emmen ist Schluss.»

PILUM22 in Dottikon

Das Militär übt in Dottikon und Wohlen

Dottikon, 17. November 2022 | Vom Dienstag, 22. bis Samstag, 26. November 2022 trainiert das Heer im Raum DOTTIKON-WOHLEN einen Einsatz mechanisierter Kräfte. Es ist mit Verschiebungen von gepanzerten Fahrzeugen sowie kurzfristigen Marschhalten von Verbänden im überbauten Gebiet zu rechnen. Um möglichst wirklichkeitsnah zu üben, sind auch Aktivitäten während der Nacht möglich. Die Truppe wird darauf achten, die Lärmbelastung möglichst tief zu halten.

Konkret sind folgende Aktivitäten zu erwarten:

  • Ab 22.11.2022: Panzersappeur Batallion 11 betreibt im Raum WOHLEN einen Bereitschaftsraum
  • Do 24.11.2022: Kaderunterricht im Raum Wohlen
  • 25./26.11.2022: Übung mit je einer Kompanie. Die Strasse entlang der Bünz zwischen ARA ANGLIKON und EMS Dottikon jeweils zwischen 07:00 und 13:00 Uhr gesperrt.

Unmittelbar vor Beginn der Trainings wird die Bevölkerung in besonders betroffenen Quartieren zusätzlich über Flyer orientiert. Der Übungsleiter, Divisionär René Wellinger, dankt herzlich für das Verständnis: «Wir werden mit unseren Kampfpanzern zusätzlichen Lärm oder Behinderungen im Strassenverkehr verursachen. Die Belastung in den betroffenen Regionen zu minimieren, ist Teil der Herausforderung für die beübte Truppe.» Bei Fragen oder Beschwerden ist das Kommando der beübten Truppe sowie die Übungsleitung über die Nummer 0800 0800 85 und die Mail-Adresse pilum11@vtg.admin.ch zu erreichen. 

Erste offizielle Vorführung des Brückenlegesystems Leguan in Bremgarten AG, 2018.

PILUM22 Stierliberg, Birmensdorf ZH

Verbandsübung “PILUM 22” des Heeres vom 22. bis zum 29. November 2022

Vom Donnerstag, 24. bis Samstag, 26. November 2022 trainiert das Heer im Raum des Übungsdorfs STIERLIBERG auf dem Gebiet der Gemeinde Birmensdorf ZH einen Einsatz mechanisierter Kräfte. Es ist mit Verschiebungen von gepanzerten Fahrzeugen sowie kurzfristigen Marschhalten von Verbänden im überbauten Gebiet zu rechnen. Um möglichst wirklichkeitsnah zu üben, sind auch Aktivitäten während der Nacht möglich. Die Truppe wird darauf achten, die Lärmbelastung möglichst tief zu halten.

Unmittelbar vor Beginn der Trainings wird die Bevölkerung in besonders betroffenen Quartieren zusätzlich über Flyers orientiert. Der Übungsleiter, Divisionär René Wellinger, dankt herzlich für das Verständnis: «Wir werden mit unseren Kampfpanzern zusätzlichen Lärm oder Behinderungen im Strassenverkehr verursachen. Die Belastung in den betroffenen Regionen zu minimieren, ist Teil der Herausforderung für die beübte Truppe.» Bei Fragen oder Beschwerden ist das Kommando der beübten Truppe sowie die Übungsleitung über die Nummer 0800 0800 85 und die Mail-Adresse pilum11@vtg.admin.ch zu erreichen.

 

Zwei Mowag Piranha Spz 93 der Inf DD RS auf dem Stierliberg, 2019.

Medienmitteilung VBS: Militärübung mit 5000 Armeeangehörigen im Mittelland

Bern, 18.11.2022 - Die Armee führt vom 22. bis 29. November 2022 eine Militärübung mit 5000 Armeeangehörigen in den Kantonen Bern, Solothurn, Aargau, Luzern und Zürich durch. Dabei trainiert sie mit der Mechanisierten Brigade 11 (Ei Vb Pz Bat 13) das Zusammenwirken der verschiedenen Truppenelemente im Hinblick auf die weitere Entwicklung der Bodentruppen.

Rund 5000 Angehörige der Armee beziehen am 22. November 2022 einen Bereitschaftsraum, der sich über die Kantone Bern, Solothurn, Aargau, Luzern und Zürich erstreckt. Die Übungsanlage von «PILUM 22» sieht vor, dass die Verbände Standardverfahren einüben und Einsätze gegen bewaffnete Gruppen trainieren. Beübt werden vier mechanisierte Bataillone (u.a. das Pz Bat 13, die Pz Sap Kp 11/2, das Aufkl Bat 11), dazu ein Logistikbataillon sowie die Gebirgsinfanteriekompanie 7/3. Zur Durchführung der Übung und der Darstellung des Gegners werden weitere Verbände an «PILUM 22» beteiligt sein, unter anderem eine auf die elektronische Kriegsführung spezialisierte Abteilung und ein Detachement des Kommandos Spezialkräfte.

Erste grosse Militärübung seit 1989

Die Planung für «PILUM 22» dauerte zwei Jahre. Die letzte vergleichbare Übung wurde im Jahre 1989 durchgeführt. Mit der Verbandsübung «PILUM 22» wird die Armee das Zusammenwirken der verschiedenen Elemente einer mechanisierten Brigade überprüfen. Dabei geht es um die Fähigkeit, Land und Leute in einem bewaffneten Konflikt auch am Boden zu verteidigen. Die Übung «PILUM 22» wird Erkenntnisse liefern, wo die Bodentruppen heute stehen und wie sie sich in Zukunft weiterentwickeln sollen. «PILUM 22» wurde auf der Grundlage des Berichts «Zukunft der Bodentruppen» konzipiert, den der Bundesrat im Mai 2019 verabschiedet hatte.

Hotline für die Bevölkerung und Medienanlass

Die Armee bittet die Bevölkerung um Verständnis für allfälligen zusätzlichen Lärm und Behinderungen im Strassenverkehr, die die Kampfpanzer verursachen können. Die Belastung in den betroffenen Regionen zu minimieren, ist Teil der Herausforderung für die beübten Truppe. Für die Bevölkerung steht für die Dauer der Übung eine Hotline (0800 0800 85) und eine Mail-Adresse (pilum11@vtg.admin.ch) zur Verfügung.

Über grössere Verschiebungen gepanzerter Fahrzeuge wird über die regionalen Medien und den Verkehrsinformationsdienst Viasuisse informiert. Landschäden werden grundsätzlich entschädigt. 

Medienanlass am 28. November 2022

Hinweis an die Redaktionen: Am Montag, 28. November 2022 findet zwischen 1000 und 1200 im Raum Aarau ein Medienanlass statt. Nach einer Einführung in die Übung wird ein kurzer Manöverbesuch angeboten. Adresse für Rückfragen: Daniel Reist, Armeesprecher, Tel. +41 79 353 10 56

Anzahl Besucher:

blogspot stats